Das ist die Frage, mit der sich diese Graphic Novel beschäftigt. Sie erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die in der NS-Zeit zwischen Gewissen und Gesinnung ihre Identität suchen. Die 13 Kapitel, jedes in einem Jahr zwischen 1933 und 1945 angesiedelt, geben Einblicke in den Alltag junger Menschen zu jener Zeit. Sie zeigen, wie die Geschwister unter dem Druck der Ideologie heranwachsen, wie sie zu erbitterten Gegnern werden, wie Paul seine Schwester verrät, wie die beiden jedoch im Widerstand als junge Erwachsene wieder zueinander finden.

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Ingrid und Paul

Was macht ein faschistisches System mit jungen Menschen?

2025 erschienen im Verlagshaus Jacoby&Stuart, 176 Seiten

Autor: Ingo Haeb

  • "Eine Graphic Novel, die mit wenig Text und monochrom gehaltenen Zeichnungen einlädt, sich auf ganz eigene Weise mit diesem Thema zu befassen und die noch lange nachwirkt - im Kopf, im Herz und in der Art und Weise welche moralischen Fragen sich Menschen in Extremsituationen stellen müssen."

    Sophie Gotthardt, Stiftung Lesen

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  • "Überzeugend werden nicht nur die historischen Fakten mit der Entwicklung der beiden Protagonisten verknüpft. Sinnvoll wird auch die unterschiedliche Haltung von Ingrid und Paul zum Nationalsozialismus biografisch begründet, wodurch eine klischeehafte Personenzeichnung vermieden wird, die Hauptpersonen vielmehr als glaubwürdige, weil widersprüchliche, lebendige Individuen erscheinen."

    Tomas Unglaube, Eselsohr

  • "Die Zeichnungen sind klassisch in Bleistiftfarben gehalten und wirken erst wie alte Fotos und werden dann immer härter und bedrohlicher. Eine Alternative für junge Menschen, die etwas über diese Zeit erfahren möchten, aber nicht so gerne lesen."

    Katharina Mahrenholtz, NDR Kultur

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  • "Wie die junge Künstlerin in einfachen Strichen deutlich macht, den Gesichtsausdruck der betroffenen Menschen darstellt, geht unter die Haut."

    Hannelore Bohm, Südostbayrische Rundschau

  • “Es sind Szenen, die unter die Haut gehen, die spüren lassen, wie Propaganda funktioniert und wie alles endete.”

    Andrea Wanner, TITEL kulturmagazin

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  • "Es ist neu wie systematisch man hier zeigt, was Indoktrination und Faszination mit jungen Menschen machen kann und das ist entscheidend bei dieser Geschichte, die alltäglich gezeichnet ist. Wir sind in einem kleinen überschaubaren Raum, welches das ganz große Drama der zwölf Jahre des Dritten Reichs schildert."

    Michael Schmitt, DLF Beste 7

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  • "Wie Kinder unter dem Druck des Faschismus nach Identität suchten beleuchten Autor Ingo Haeb und Illustratorin Luise Mirdita in ihrer beklemmenden Graphic Novel. […] 13 Jahre, 13 Episoden darüber, welchen moralischen Fragen wir uns stellen müssen."

    Susan Christely, 3sat Kulturzeit

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Karlottas ganz gewöhnlicher Alltag ändert sich mit einem Mal, nachdem die Sommerferien vorbei sind. Sie begibt sich nachts in eine Traumwelt, in der sie Charlotte genannt wird und ein abenteuerliches Leben führt. Karlotta hat genug von der Eintönigkeit in ihrem Leben und will auch in ihrer Welt die Rolle der Charlotte spielen. Das geht aber so weit, dass sie irgendwann selbst nicht mehr weiß, wer sie eigentlich ist..

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Schattenspiel

eine Graphicnovel über Identitätssuche und Realitätsflucht

2023 erschienen im Verlag Schwarzer Turm, 296 Seiten

  • "Ganz nahe kommt Mirdita hier dem Punkt, an dem’s zu deutlich werden könnte – und geht dann klug nicht noch näher ran. Sie löst den Konflikt auch nicht in Wohlgefallen auf. Ihr ist das Unbehagen wichtiger als wer in welchem Umfang schuld ist. Und dass Karlotta einen eigenen Weg finden muss. Was broschürenhaft klingt, aber eben nicht aussieht: Denn Luise Mirdita kann Regie."

    Timur Vermes, Comicverführer

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  • "Geschichten für Kinder sind eine schwierige Disziplin. Sie dürfen nicht zu kindisch sein und nicht zu erwachsen, sind oft belehrend oder aus der Zeit gefallen. Wie man es richtig macht, zeigt Luise Mirdita in 'Schattenspiel'. "

    Preiskommitee des GINCO Awards 2024

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  • "Mit Bleistift sensibel und treffsicher gezeichnet, bei makelloser Perspektive und gelungener Anatomie stellt Luise Mirdita aus Freilassing ihr Debüt vor. "

    Nikolaus Gatter, Jurymitglied des ICOM Independent Comic Preises 2024

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  • "Auf knapp 300 schwarzweißen Seiten, die der Verlag Schwarzer Turm als übergroßes Paperback veröffentlicht, gelang Luise Mirdita ein ebenso realistisch wie auch fantasievoll erzählter Comic-Tripp. Dabei wechselt sie immer wieder von in kleinteiligen Panels empathisch erzählten Sequenzen zu den in großen Bildern in Szene gesetzten Träumen, wodurch sie zum Binge-Lesen animiert."

    Heiner Lünstedt, Highlightzone

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  • “Mirdita erzählt ihre Geschichte in erfreulich raumgreifenden Panels, und wenn sie richtig zulangt und ihre Bilder über eine ganze oder eine Doppelseite zieht, kommt zusätzlich Action auf die Seiten. Noch nicht perfekt, und thematisch und von den Protagonisten her eher für jüngere Leser interessant, aber ein schönes Debüt. Da darf man auf weitere Alben von ihr gespannt sein. Nicht zuletzt deshalb, weil sie interessante Themen anpackt.”

    Peter Hetzler, Comickunst

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Beitrag für das Comicaze-kostenlos Nr.42 des Comicaze e.V. München

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